Raststätte Heidiland: IGSU sorgt für weniger Abfall auf der Autobahn


Heidi und ihr Alpöhi hätten wohl keine Zigarettenstummel vor der Alphütte geduldet. Und ihre Käseverpackungen wären bestimmt nicht auf der Weide liegengeblieben. Weil Littering sowohl im Heidiland, als auch auf der Autobahn stört, führt die IG saubere Umwelt (IGSU) an der Raststätte Heidiland erstmals eine Anti-Littering-Aktion durch. Seit heute sprechen die IGSU-Botschafter-Teams dort mit Autofahrenden über Littering und Recycling.

In ihrem Fahrzeug fühlen sich viele Autofahrerinnen und Autofahrer ungestört und geniessen eine gewisse Anonymität. Das äussert sich nicht nur in unschönen Gesten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern oder rasantem Fahrverhalten, sondern auch beim falschen Entsorgen von Abfall. Noch immer landet gemäss Bundesamt für Strassen (ASTRA) jedes Jahr rund eine Tonne Abfall pro Fahrkilometer auf der Autobahn. Die damit verbundenen Reinigungskosten werden auf rund zwei Millionen Franken pro Jahr geschätzt. Deshalb führt die IG saubere Umwelt (IGSU) bereits zum vierten Mal Aktionen gegen Littering an Raststätten durch.

Mit Zeichnungen gegen Littering
Heute, 18. und morgen, 19. Oktober, sprechen die IGSU-Botschafter erstmals auch an der Raststätte Heidiland in Maienfeld die Autofahrerinnen und Autofahrer auf ihren Umgang mit Abfall an und sensibilisieren sie für die Littering-Problematik. Sie verteilen handliche «Abfallsäckli-Boxen» fürs Auto und ermuntern die Autofahrenden dazu, sich mit einer Unterschrift, einer Zeichnung oder einem Spruch auf einem Plakat gegen Littering zu bekennen. «Touristen und Einheimische gleichermassen, schätzen die Postkarten-Idylle unserer Heidiland-Raststätte in Maienfeld. Littering hat hier nichts zu suchen. Deshalb unterstützen wir den Einsatz und das Engagement der IGSU-Botschafter», so Raoul König, CEO der Marché Restaurants Schweiz AG, welche die Raststätte Heidiland betreibt.

Sensibilisierungsarbeit lohnt sich
Dass die Aktionen Früchte tragen, zeigt sich an den Reaktionen der Autofahrenden. «Ich habe angenommen, dass der Abfall auf der Autobahn mit einem Fahrzeug eingesammelt werden kann», erklärt ein junger Mann. «Dass er aber von Menschen aus den Gebüschen gefischt werden muss, die ohne Schutz auf der Autobahn unterwegs sind, finde ich schockierend.»

IGSU-Geschäftsleiterin Nora Steimer ist zuversichtlich, das Littering-Problem auch auf den Autobahnen unter Kontrolle zu bringen: «Die letztjährigen Umfragen der IGSU zeigen, dass sich die Situation in der Schweiz stabilisiert und sogar leicht verbessert hat. Das sind die Früchte von 13 Jahren Sensibilisierungsarbeit. Anonymität und internationale Verkehrsteilnehmer machen es auf den Autobahnen etwas schwieriger, das Problem in den Griff zu bekommen. Aber ich bin mir sicher, dass wir auch hier viel bewirken können.»

 

Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU)  
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein. Eine der bekanntesten Massnahmen der IGSU ist der nationale Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 13. und 14. September stattgefunden hat. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop, Valora und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfalleimer auf oder führen Aufräumtouren durch.
 

Weitere Informationen zu den IGSU-Botschaftern finden Sie unter www.igsu.ch/de/botschafter

 

Medienkontakt 

  • Jorrit Bachmann, Projektleiter IGSU-Botschafter-Teams, Telefon 078 733 07 78

 

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