Recyclingmobile auf der Rigi: IGSU-Botschafter klären auf


Das Taschentuch fällt aus der Jacke, die leere Sandwich-Verpackung ist zu schmutzig für den Rucksack und der Einweg-Grill noch zu heiss zum Mitnehmen. Oftmals hinterlassen Berggänger auf ihren Wanderungen unerwünschte Spuren. Um sie für die Littering-Problematik zu sensibilisieren, stehen heute Botschafter-Teams der IG saubere Umwelt (IGSU) auf der Rigi im Einsatz.

Je bunter die Wälder, desto munterer die Wanderer – und desto mehr Littering auf den Wanderwegen: Damit Getränkeflaschen, Essensverpackungen und Zigarettenstummel nicht an öffentlichen Grillstellen, Bergseen und Bergstationen zurückbleiben, sondern korrekt entsorgt werden, ziehen die IGSU-Botschafter-Teams im Herbst wieder in die Höhe. Den ersten Halt machen sie heute, 8. Oktober, auf der Rigi, wo sie mit Passantinnen und Passanten über Littering und Recycling sprechen. Josef Zimmermann von der Rigi Bahnen AG heisst die IGSU-Botschafter immer wieder gerne willkommen: «Selbst neben einem Abfallbehälter wird Abfall auf den Boden geworfen. Besonders in den Bergen wird der Abfall dann durch witterungsbedingte Einflüsse verteilt und kann nicht durch Personal eingesammelt werden. Deshalb ist die einzige wirkungsvolle Lösung, für die Littering-Problematik zu sensibilisieren.»

Littering stört und ist teuer
Littering stört nicht nur, es schränkt die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum ein, hat negative Einflüsse auf das Image einer Stadt oder Gemeinde und kostet schweizweit rund 200 Millionen Franken im Jahr. Um die Bevölkerung für die Littering-Problematik zu sensibilisieren, ziehen IGSU-Botschafter-Teams seit 13 Jahren durch die Schweiz und informieren in über 50 Städten und Gemeinden über Littering und Recycling. Um auch Schülerinnen und Schüler für die Littering-Problematik zu sensibilisieren, führen die IGSU-Botschafter-Teams zudem Workshops und Pausenaktionen an Schulen durch.

Vielversprechender Massnahmen-Mix
Als Kompetenzzentrum gegen Littering beschränkt sich die IGSU nicht auf die Botschafter-Einsätze. Unterstützt vom Bundesamt für Umwelt BAFU, dem Schweizerischen Verband Kommunale Infrastruktur SVKI und der Stiftung Pusch organisiert die IGSU jeweils den nationalen Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 13. und 14. September 2019 stattfand. Ebenfalls bewährt hat sich das No-Littering-Label, das seit Mai 2017 Städte, Gemeinden und Schulen kennzeichnet, die sich gegen Littering einsetzen. Es bestärkt die Institutionen in ihrem Engagement, motiviert sie zum Ausbau ihrer Massnahmen und macht ihr Engagement in der Öffentlichkeit bekannt. Rund 90 Städte, Gemeinden und Schulen wurden mittlerweile mit dem No-Littering-Label gekennzeichnet.

 

Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU)
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein. Eine der bekanntesten Massnahmen der IGSU ist der nationale Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 13. und 14. September stattgefunden hat. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop, Valora und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfalleimer auf oder führen Aufräumtouren durch.

 

Medienkontakt 

  • Jorrit Bachmann, Projektleiter IGSU-Botschafter-Teams, Telefon 078 733 07 78
  • Josef Zimmermann, Leiter Freizeitanlagen, Pisten- / Rettungsdienst der Rigi Bahnen AG, Telefon 041 399 87 87

 

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