Rapperswil-Jona: Provokative Anti-Littering-Plakate feiern ihr Comeback


Plastiktüten im See, Essensverpackungen neben dem Schloss und Zigarettenstummel vor dem Zoo – auch dieses Jahr machen die Botschafter der IG saubere Umwelt (IGSU) in Rapperswil-Jona auf das Littering-Problem aufmerksam. Begleitet wird ihr Einsatz von provokativen Plakaten, die schon letztes Jahr für Furore gesorgt haben.

«Wieso wirfst Du Deinen Müll auf die Strasse?», heisst es auf Plakaten, die vergangenes Jahr erstmals in Rapperswil-Jona zum Einsatz kamen. Es folgen Antwortmöglichkeiten wie «Weil mir die Umwelt egal ist» oder «Weil Mami hinter mir herputzt». Die provokativen Plakate der IGSU wurden vergangenes Jahr erstmals in Rapperswil eingesetzt und danach intensiv in den Medien diskutiert. Sogar Gemeinden aus dem benachbarten Ausland zeigten Interesse an der Kampagne. Nun feiern die Plakate in Rapperswil-Jona ein Comeback. Begleitet wird die Kampagne von den IGSU-Botschafter-Teams, die bis am Samstag, 10. August durch die Stadt ziehen. Vom See über das Schloss und die Altstadt bis zum Kinderzoo ermuntern sie Passantinnen und Passanten, ihre Abfälle korrekt zu entsorgen. «Die IGSU-Botschafter tragen bereits seit mehreren Jahren zu einem sauberen Rapperswil bei», so Peter Lanz, Umweltbeauftragter der Stadt Rapperswil-Jona. «Letztes Jahr ist mit den Plakaten noch eine Dimension hinzugekommen. Indem die Bevölkerung auf mehreren Ebenen auf die Littering-Problematik aufmerksam gemacht wird, bleibt das Thema auch eher hängen.»

Littering stört und ist teuer
Littering stört nicht nur, es schränkt die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum ein, hat negative Einflüsse auf das Image einer Stadt oder Gemeinde und kostet schweizweit rund 200 Millionen Franken im Jahr. Um die Bevölkerung für die Littering-Problematik zu sensibilisieren, ziehen IGSU-Botschafter-Teams seit 13 Jahren durch die Schweiz und informieren in über 50 Städten und Gemeinden über Littering und Recycling. Um auch Schülerinnen und Schüler für die Littering-Problematik zu sensibilisieren, führen die IGSU-Botschafter-Teams zudem Workshops und Pausenaktionen an Schulen durch.

Vielversprechender Massnahmen-Mix
Als Kompetenzzentrum gegen Littering beschränkt sich die IGSU nicht auf die Botschafter-Einsätze. Unterstützt vom Bundesamt für Umwelt BAFU, dem Schweizerischen Verband Kommunale Infrastruktur SVKI und der Stiftung Pusch organisiert die IGSU jeweils den nationalen Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 13. und 14. September 2019 stattfindet. Ebenfalls bewährt hat sich eine Massnahme, die vor Kurzem Jubiläum feierte: Das No-Littering-Label kennzeichnet seit Mai 2017 Städte, Gemeinden und Schulen, die sich gegen Littering einsetzen. Es bestärkt die Institutionen in ihrem Engagement, motiviert sie zum Ausbau ihrer Massnahmen und macht ihr Engagement in der Öffentlichkeit bekannt. Rund 90 Städte, Gemeinden und Schulen wurden mittlerweile mit dem No-Littering-Label gekennzeichnet.

 

Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU)
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein. Eine der bekanntesten Massnahmen der IGSU ist der nationale Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 13. und 14. September stattfinden wird. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop, Valora und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfalleimer auf oder führen Aufräumtouren durch.

 

Medienkontakt 

  • Jorrit Bachmann, Projektleiter IGSU-Botschafter-Teams, Telefon 078 733 07 78
  • Peter Lanz, Umweltbeauftragter, Tiefbauamt, Rapperswil-Jona, Telefon 044 225 70 23

 

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