Zürcher Oberländer Gemeinden setzen auf Raumpatenschaften


Das Zürcher Oberland ist führend im Organisieren von Raumpatenschafts-Projekten: Mit Illnau-Effretikon, Uster, Wald und Winterthur machen in dieser Region überdurchschnittlich viele Städte von der Möglichkeit Gebrauch, Littering mit Hilfe von freiwilligen Raumpatinnen und Raumpaten einzudämmen. Und das mit gutem Grund: In Gebieten, welche von Raumpaten betreut werden, fällt nachweislich weniger Littering an.

Littering stört und geht ins Geld. Dass Raumpatenschaften ein kostengünstiges und effektives Instrument gegen Littering sind, hat vor allem das Zürcher Oberland erkannt. Illnau-Effretikon, Uster, Wald und Winterthur setzen im Kampf gegen herumliegenden Abfall auf die Unterstützung von freiwilligen Raumpatinnen und Raumpaten und haben ihre Projekte auf www.raumpatenschaft.ch registriert. Die Website der IG saubere Umwelt (IGSU) unterstützt Organisatoren dabei, ihre Raumpatenschafts-Projekte unkompliziert zu betreuen. «Die Städte und Gemeinden im Zürcher Oberland sind in diesem Bereich so aktiv wie in keiner anderen Region», bestätigt Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IGSU. «Dies ist zu einem grossen Teil auf die Bemühungen des Zweckverbands Kehrichtverwertung Zürcher Oberland zurückzuführen, der mit den Gemeinden Littering-Massnahmen erarbeitet hat», weiss sie. Das Projekt der Stadt Illnau-Effretikon mit rund 20 Raumpatinnen und Raumpaten wird bereits seit 2006 durchgeführt. Privatpersonen, Vereine, Schulen und Unternehmen aus Gewerbe und Detailhandel sorgen dort in den ihnen zugeteilten Gebieten für litteringfreie Zonen.

Unterschiedlicher Ansporn, gemeinsames Ziel
Doch auch die Gemeinde Wald hat bereits langjährige Erfahrung in diesem Bereich: «Unser Raumpatenschafts-Projekt läuft bereits seit 2011», so Nadine Brand, Sachbearbeiterin Sicherheit und Gesundheit der Gemeinde Wald. «Unsere rund 20 Raumpatinnen und Raumpaten sind ein eingespieltes Team», weiss sie. Die Beweggründe der engagierten Personen seien ganz unterschiedlich: «Es gibt beispielsweise Senioren, die es schätzen, sich mit Gleichgesinnten für eine gute Sache einzusetzen. Familien möchten so ihren Kindern den korrekten Umgang mit Abfall beibringen. Und Vereine nutzen das Abfalleinsammeln, um das Team zu stärken.»

Vom unsichtbaren Heinzelmännchen zum offiziellen Raumpaten
Seit vergangenem Herbst sind auch in Winterthur Raumpatinnen und Raumpaten unterwegs. «Die SIS Swiss International School Winterthur ist mit dem Wunsch auf uns zugekommen, sich als Raumpatin gegen Littering engagieren zu können», erzählt Achim Schefer, Hauptabteilungsleiter Siedlungsgrün bei Stadtgrün Winterthur. Nun sammeln die Schülerinnen und Schüler der SIS einmal monatlich im Winterthurer Brühlgutpark Abfall ein. «Wir befinden uns momentan noch in der Testphase, doch ich bin mir sicher, dass sich die Zusammenarbeit auszahlt. Unsere Reinigungskräfte werden unterstützt, das Ortsbild wird verbessert und die Raumpatinnen und -paten erhalten durch diesen offiziellen Status Anerkennung für ihr Engagement», erklärt Schefer. Er erhofft sich durch die Registrierung auf www.raumpatenschaft.ch noch mehr Interessenten. «In Winterthur gibt es vermutlich viele unsichtbare Heinzelmännchen, die sich gegen Littering engagieren. Mit dem Raumpatenschafts-Projekt möchten wir sie in ihrem Engagement unterstützen und ihre Bemühungen sichtbar machen.»

Vermitteln und unterstützen
Auch die Stadt Uster möchte ihre Bevölkerung zum Mitmachen bewegen. Sie hat vergangenen September ein Projekt lanciert, das heute bereits 8 Raumpaten zählt. Dazu gehört auch ein Unternehmen, dessen gesamte Belegschaft sich an der Raumpatenschaft beteiligt. «Wir hoffen, dass die mediale Berichterstattung über unser neues Projekt auch andere Naturliebhaber aus Uster erreicht und wir so weitere Raumpatinnen und Raumpaten engagieren können», so Markéta Bregenzer von der Abteilung Abfall und Umwelt in Uster. Nora Steimer weist darauf hin, dass Schulen, Vereine, Familien und Einzelpersonen, die an einer Raumpatenschaft in Uster oder einer anderen Gemeinde interessiert sind, sich via Website mit der IGSU oder der Stadt Uster in Verbindung setzen können: «Wir vermitteln die Interessenten an die richtige Stelle und unterstützen die Gemeinde bei der Durchführung eines eigenen Raumpatenschafts-Projekts.»

Sie wollen sich als Raumpatin oder Raumpate gegen Littering engagieren oder ein eigenes Raumpatenschafts-Projekt organisieren? Informieren Sie sich unter www.raumpatenschaft.ch über Ihre Möglichkeiten und nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

 

Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU)
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop, Valora und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfalleimer auf oder führen Aufräumtouren durch.

 

Medienkontakt

  • Nora Steimer, Geschäftsleiterin IGSU, Telefon 043 500 19 99, 076 406 13 86
  • André Rietli, Leiter Entsorgung und Umwelt, Illnau-Effretikon, Telefon 052 354 23 99
  • Nadine Brand, Sachbearbeiterin Sicherheit und Gesundheit, Wald, Telefon 055 256 51 40
  • Achim Schefer, Hauptabteilungsleiter Siedlungsgrün, Winterthur, Telefon 052 267 30 21
  • Markéta Bregenzer, Abteilung Abfall und Umwelt, Uster, Telefon 044 944 73 29

 


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